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Der Ortsteil Ullersreuth

Eine gesicherte Urkunde aus dem Jahre 1501 gilt für die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes, nach der die Jahrestagsfeiern abgehalten werden. Jedoch darf die Entstehung der Siedlung in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts angenommen werden.
Flurbezeichnungen deuten auf eine ursprünglich sorbische Ansiedlung, die von fränkischen Bauern bei der Besiedlung im Zuge der Ostexpansion und großen Rodungen erweitert wurde. Dabei hat wohl ein Anführer „Ullrich“ als Namensgeber gedient.
Die Siedlung liegt ca. 520m ü NN in einer flachen nach Südwest gerichteten Talmulde an der Straße Hirschberg – Bad Lobenstein (B90 alt). 
Die nächste Anschlussstelle der Bundesautobahn 9 ist nur 4 km entfernt. 


Ortsteil Ullersreuth

1327 fiel das bis dahin reichsfreie Dorf als Lehen an die böhmische Krone und kam in der Folge zur Herrschaft Hirschberg, mit dem seine politischen Geschicke von da an zusammenfielen.
Im 30jährigen Krieg verödete und verarmte der Ort durch Plünderung und Pest, es soll lediglich noch eine Kuh als Viehbestand vorhanden gewesen sein.
Auch in späteren Jahren war der Ort nicht von Bränden verschont, der größte ereignete sich am Heiligen Abend 1899 als eine Feuersbrunst fünf Bauernwirtschaften einäscherte. Das konnte auch von der bereits 1889 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr nicht verhindert werden.
 
Ullersreuth ist ein rein bäuerlich geprägtes Dorf, Handwerker waren nur zur Herstellung von Dingen des täglichen Lebens ansässig.
Die Landwirtschaft war früher besonders durch den Mastviehabsatz nach Preußen und den Anbau von Weißkraut bekannt. Weißkraut von den Ullersreuther „Haadlesbauern“ wurde sogar per Eisenbahnwaggon vom Bahnhof Hirschberg aus versandt.
Die Agrargesellschaft Hirschberg mbH als moderner Landwirtschaftsbetrieb der neuen Zeit hat ihren Sitz in Ullersreuth. Sie betreibt hauptsächlich Marktfruchtanbau und bewirtschaftet eine Fläche von 3250 Hektar.
 
Sowohl in katholischer Zeit als auch nach der Einführung der Reformation 1529 ist Ullersreuth nach Gefell gepfarrt. Erst 1869 wurde diese alte kirchliche Verbindung gelöst und Ullersreuth mit Frössen verbunden. Heute gehört die Kirchgemeinde zum Pfarramt Blankenberg. Der Schutzpatron der ursprünglichen Kapelle und der nachfolgenden Kirchen ist der heilige Jacobus.
 
Seit 1841 gibt es in Ullersreuth ein „eigenes festes Schulhaus“, in dem die Kinder des Ortes unterrichtet werden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Schulbetrieb eingestellt, die Schüler müssen nunmehr in die Schule nach Hirschberg gehen.
 
Die zentrale Wasserversorgung des Dorfes wurde 1936 in Betrieb genommen. Seit den fünfziger Jahren wird Ullersreuth stabil mit Wasser aus dem ehemaligen Bergwerk „Arme Hilfe“ versorgt.
 
Im Zuge der Grenzmaßnahmen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze wurden 1952 vier Familien und 1961 noch einmal zwei Familien aus dem Dorf ausgesiedelt und ins Hinterland verbracht.
 
1992 siedelt sich die Rettenmeier Holzindustrie Hirschberg GmbH & Co. KG, Deutschland in Ullersreuth an und errichtet ein großes Holzverarbeitungswerk.

Die Firma Rettenmeier ist heute der größte Arbeitgeber in der Stadt Hirschberg!

Aus dem ehemaligen Gasthof entstand 2008/2009 ein schmuckes Bürgerhaus.

 Das Bürgerhaus von Ullersreuth 

 

 

 

 

 

Das Bürgerhaus

 

Das schmucke neue Hoftor am Bürgerhaus Ullersreuth

 

 

 

 

 

 

 

Eine gute Handwerksarbeit, das Hoftor am  Bürgerhaus

 

 

Kontakt

 

Stadtverwaltung

Marktstraße 2

07927 Hirschberg

Telefon: 036644 4300

Telefax: 036644 22224

eMail: info@stadt-hirschberg-saale.de