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Der Ortsteil Göritz

Der Ortsteil Göritz liegt westlich von Hirschberg in einem Talkessel, der vom Göritzbach durchflossen wird. Seit 1938 führt die Autobahn München – Berlin, die heutige Bundesautobahn A9 unmittelbar am Dorf vorbei. Die Bundesstraße 90 führte bis zu einer Abstufung vor wenigen Jahren durch das Dorf.


Ortsteil Göritz

Eine Urkunde aus dem Jahre 1355 enthält die erste nachweisbare schriftliche Erwähnung des Ortes und gilt als Bezugsdatum für historische Jahresfeiern. Der Ort ist sorbischen Ursprungs, als Gründer des Gutes gilt ein deutscher Eroberer.
Dem Rittergut stand bis 1853 die Obergerichtsbarkeit zu.
Das Rittergut und wenige Bauern waren mit ihrem Landbesitz bestimmend für das Leben in Göritz. Ein großer Teil der Bevölkerung war genötigt seinen Lebensunterhalt, neben- oder hauptberuflich, im handwerklichen Gewerbe zu suchen. Maurer, Stickerinnen, Zimmerleute und Weber sind die größten Berufsgruppen, aber auch Krämer, Strumpfwirker, Böttcher, Lohgerber, Bäcker Fleischer, Hufschmiede, Müller Schieferdecker, Ziegelbrenner, Buchbinder, Drechsler, Lederfabrikant, Schneider Schuhmacher und Tischler werden genannt.
Göritz besitzt keine Kirche, das Dorf gehörte zunächst zur Pfarrei Gefell, seit 1869 nach Frössen, heute gemeinsam mit Ullersreuth zu Blankenberg.
Seit 1833 besitzt Göritz eine feste Schule mit einem angestellten Lehrer. Von 1964 an verfügte das Dorf als zentraler Schulstandort über eine 10-klassige polytechnische Oberschule, die bis 1991 existierte.
Die Grundschule verblieb nach dem Umzug in die ehemalige Grenzkaserne bis 1998 in Göritz.
 
Schon eine Beschreibung der dörflichen Verhältnisse von 1870 führt einen Teich mit einer bepflanzten Insel in der Dorfmitte an. 

Der Dorfteich mit der Insel
 
Zu dem sich regellos ausdehnenden Dorf gehört noch die weiter südlich gelegene Häusergruppe „Lehesten“.

OT Göritz, Häusergruppe Lehesten
 
Am 16. Dezember 1966 wurde an der Autobahn bei Göritz ein neuer Grenzübergang für den innerdeutschen Reiseverkehr und Transitverkehr in Betrieb genommen. Dieser Inbetriebnahme war der Wiederaufbau der 1945 von deutschen Soldaten gesprengten Autobahnbrücke über die Saale vorausgegangen.
Diese Grenzübergangsstelle wurde in den Folgejahren weiter ausgebaut und für Fluchtversuche über diesen Weg undurchdringbar gemacht.
 
Nach dem Mauerfall entstand auf dem Gelände des ehemaligen Grenzüberganges eine Autobahnraststätte mit Marché-Restaurant, Truckerimbiss, Tankstelle und Motel.
 
Als Ausgleichsmaßnahme für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn wurden im Wiesengrund am Laitenholz und in der Bachaue Feuchtbiotope angelegt, ein Wanderweg geschaffen. Der Wiesengrund wurde mit Bäumen und Büschen bepflanzt und zu den Ackerflächen mit Lesesteinwällen und Hecken abgegrenzt.


Die steinerne RoseDie in der Gemarkung gefundene Steinrose ist natürlichen Ursprungs. Sie hat ihren Platz an der Einfahrt zum Ortskern gefunden.

 

 

 

 

 

 

Kontakt

 

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